Usability & User Experience

von Richard Kolek (Kommentare: 0)

Wenn eine Seite hübsch gestaltet ist, heißt es noch lange nicht, dass diese auch beim User gut ankommt. Hier kommt die Usability ins Spiel. Allerdings muss man auch bedenken, dass Usability eigentlich nie alleine kommt, sie ist immer fest mit der User Experience verankert, da Usability (Benutzerfreundlichkeit) zum Nutzererlebnis (User Experience)  beiträgt. Genau genommen ist Usability nur ein Teil des Nutzererlebnisses ((User Experience oder auch abgekürzt UX). Wichtig hierbei ist, dass der Fokus immer beim Nutzer liegt. Das Nutzererlebnis beginnt im Grunde bereits vor der Nutzung, z.B wenn man vorher Werbung für den genutzten Online-Shop sieht und endet nach der eigentlichen Nutzung z.B nachdem die bestellte Ware geliefert wird. 

Die User Experience besteht aus vier Ebenen: allem voran die Zugänglichkeit, Nützlichkeit, Usablity und zu guter Letzt der Spaß an der Nutzung. Diese Ebenen bauen aufeinander auf. Wenn eine Software z.B nicht zugänglich ist, wird ihre Nützlichkeit negativ beeinflusst. Spaß am Produkt kann in der Regel nur dann erreicht werden, wenn die Ebenen davor schon positiv bewertet wurden und dadurch auch alle Voraussetzungen gegeben sind, um positives Nutzererlebnis zu gewährleisten.

Je einfacher und leichter ein Nutzer sein Ziel auf Ihrer Webseite erreicht, desto benutzerfreundlicher ist diese auch. Das kann zum Beispiel heißen, wenn ein gesuchtes Produkt besonders schnell zu finden ist, weil die Navigationslogik und die Suchfunktionalität sehr gut durchdacht aufgebaut und komfortabel sind.

Auszug aus der Analyse eines Kunden:

Empfehlung

  • Überarbeitung Startseite
    • Anzeige konkreter Produkte (z.B anonymer User: allgemeiner Bestseller, eingeloggter User: zu seinem aktuellen Warenkorb/seinen bisherigen passende Produkte)
    • News 
      • zumindest Datum weglassen (9 Monate alte News wirken eher negativ)
      • weniger Raum geben.
      • ansprechendere optische Gestaltung
      • Links als solche erkennbar
  • Überarbeitung der Kategorie 
    • mit Unterkategorien 
      • anteasern der Unterkategorien durch Anzeige der jeweiligen x Top-Produkte + Detaillink
    • ohne Unterkategorien 
      • Seitenkopf unübersichtlich > entfernen wenig benötigter Funktionalitäten (z.B Anzahl der Produkte pro Seite, oder Ansichtsauswahl)
      • eventuell Bestseller an den Beginn reihen.
  • Überarbeitung Produktseite 
    • grafisch (weniger ist mehr, klarer "Call to Action")
    • strukturell (wichtiges nach oben)
    • Cross Selling
    • Up Selling
    • Zubehör
  • Überarbeitung Warenkorb
    • Cross Selling
    • Zubehör
    • Kaufargument: versandkostenfrei
  • Überarbeitung Fehlerseite 
    • allgemeine Bestseller
    • zum aktuellen Warenkorb/bisherigen Käufen passenden Produkte
    • Surfverlauf (Angesehene Artikel)
  • Danke-Seite
    • insbesondere wenn der Kunde  die Möglichkeit hat, die Bestellung vor Versand zu bearbeiten, zu dem soeben gekauften passenden Produkten anzeigen
  • Verbessertes Durchsuchen des Produktsortiments
    • Verwendung von Filtern (z.B Farbe, Können, Lagerstatus, Preis, ...) Beschlagwortung
    • Verbesserung der Suchfunktion
      • Vorschlag alternativer Schreibweisen 
      • fehlerresistenten Suche (Fuzzy Search)
      • bei ergebnisloser Suche: Produktvorschläge wie auf der Fehlerseite
  • Vertrauensbildende Elemente einbinden 
    • Hat Firma XY ein Gütesiegel aufzuweisen?
    • Was meinen andere Kunden zu meinen Produkten (Bewertungen)?

Wie man gut herauslesen kann, handelt es sich hierbei um einen Shop. So eine Analyse ist sicher nicht ganz unwichtig, vor allem hinsichtlich Shops. Alleine die Tatsache, dass die vielen Open-Source-E-Commerce Tools zwar oft die Möglichkeiten bieten dieses auch selbst zur erledigen, aber der Rat eines Experten ist hier sicherlich vorzuziehen.

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